Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 20. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Maison Miraya, Inhaberin Chiara Mejrem Jonuzi, Föhrengasse 8, 2752 Wöllersdorf, Österreich („wir" bzw. „das Unternehmen") und unseren Kundinnen und Kunden über Wedding- und Eventplanung sowie die Organisation von Veranstaltungen.
Ist die Kundin bzw. der Kunde Konsument bzw. Konsumentin im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG), gehen die zwingenden Bestimmungen des KSchG diesen AGB vor. Abweichende Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit der schriftlichen Bestätigung.
2. Vertragsabschluss
Unsere Angebote sind unverbindlich. Der Vertrag kommt zustande, sobald die Kundin bzw. der Kunde ein schriftliches Angebot schriftlich annimmt oder die vereinbarte Anzahlung leistet. Vereinbarungen, die im schriftlichen Angebot nicht enthalten sind, bedürfen unserer schriftlichen Bestätigung.
3. Leistungsumfang
Der Umfang unserer Leistungen richtet sich ausschließlich nach dem jeweiligen schriftlichen Angebot. Wir erbringen die Komplettorganisation von Hochzeiten, privaten und Firmenveranstaltungen – von der Konzeptentwicklung und Planung über die Koordination von Locations und Dienstleistern und das Styling bis zur Betreuung vor Ort am Veranstaltungstag. Einzelne Teilleistungen (z. B. ausschließlich Konzeptberatung oder ausschließlich Koordination am Eventtag) werden nur erbracht, wenn dies im schriftlichen Angebot ausdrücklich vereinbart ist.
Wir sind berechtigt, zur Erbringung unserer Leistungen Dritte (z. B. Locations, Catering, Fotografinnen und Fotografen, Floristik) heranzuziehen. Je nach der mit der Kundin bzw. dem Kunden getroffenen Vereinbarung werden solche Dienstleister entweder im Namen und für Rechnung der Kundin bzw. des Kunden beauftragt – in diesem Fall sind sie deren bzw. dessen Vertragspartner und wir handeln bei Auswahl und Koordination als Vertreterin – oder in unserem eigenen Namen und für unsere eigene Rechnung – in diesem Fall sind wir für diese Leistung Vertragspartnerin der Kundin bzw. des Kunden. Welches Modell für welchen Dienstleister gilt, ergibt sich aus dem jeweiligen schriftlichen Angebot oder einer gesonderten Vereinbarung.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
Alle Preise verstehen sich in Euro und, sofern nicht anders vereinbart, exklusive Kosten Dritter (z. B. Location, Catering, Reise- und Übernachtungskosten), die gesondert zum Selbstkostenpreis verrechnet werden. Als Kleinunternehmen im Sinne des § 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994 wird keine Umsatzsteuer verrechnet.
- Bei Auftragsbestätigung sind 50 % der vereinbarten Vergütung zu leisten.
- Die restlichen 50 % sind spätestens 14 Tage vor dem Event zur Zahlung fällig, sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Erhalt ohne Abzug zur Zahlung fällig.
5. Rücktritt durch die Kundin bzw. den Kunden (Stornierung)
Die Kundin bzw. der Kunde kann jederzeit schriftlich vom Vertrag zurücktreten. Im Fall einer Stornierung schuldet die Kundin bzw. der Kunde Ersatz des Schadens, der uns durch die Stornierung tatsächlich entstanden ist (bereits erbrachter Planungsaufwand, Reservierung von Kapazitäten und Ressourcen). Als angemessene Schätzung dieses mit fortschreitender Planung steigenden Schadens gelten, sofern die Kundin bzw. der Kunde keinen geringeren Schaden nachweist, folgende Prozentsätze der vereinbarten Gesamtvergütung:
- Mehr als 6 Monate vor dem Event: 10 % (bereits erbrachter Bearbeitungsaufwand).
- 6 bis 3 Monate vor dem Event: 20 %.
- 3 bis 1 Monat vor dem Event: 40 %.
- 1 Monat bis 14 Tage vor dem Event: 60 %.
- Weniger als 14 Tage vor dem Event oder Nichterscheinen: 90 %.
Darüber hinaus sind bereits verauslagte oder gegenüber Dritten verbindlich eingegangene Kosten (z. B. Location, Dienstleister, Anzahlungen) in tatsächlicher Höhe zu ersetzen. Wir sind jedoch verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten: Bereits gebuchte Leistungen werden wir zumutbar anderweitig verwerten und bei Dritten nach Möglichkeit auf Rückerstattung hinwirken; erzielte Erlöse und Rückerstattungen werden auf die Entschädigung angerechnet. Die Kundin bzw. der Kunde ist berechtigt, nachzuweisen, dass ein geringerer Schaden entstanden ist; in diesem Fall ist nur der nachgewiesene Schaden zu ersetzen.
Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern bleiben die zwingenden Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) unberührt; die Schätzung unterliegt der richterlichen Mäßigung, wobei der tatsächlich entstandene Schaden die Untergrenze bildet.
6. Rücktritt durch das Unternehmen
Wir können aus wichtigem Grund vom Vertrag zurücktreten, insbesondere wenn die Kundin bzw. der Kunde unrichtige Angaben macht, vereinbarte Zahlungs- oder Mitwirkungspflichten trotz Mahnung nicht einhält oder die Durchführung des Vertrags aus von der Kundin bzw. dem Kunden zu vertretenden Gründen unmöglich wird. In diesen Fällen bleiben die Vergütungen für bereits erbrachte Leistungen und bereits entstandene Kosten zur Zahlung fällig.
7. Widerrufsrecht
Verbraucherinnen und Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen (Verträgen, die unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden) grundsätzlich ein Widerrufsrecht binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss gemäß dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) zu.
Gemäß § 18 Abs. 1 Z 10 FAGG besteht jedoch kein Widerrufsrecht bei Verträgen über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitveranstaltungen, sofern das Unternehmen bei Vertragsabschluss einen spezifischen Termin oder Zeitraum für die Erbringung der Leistung vorsieht. Da Hochzeiten und Events zu einem konkreten, im Voraus vereinbarten Termin geplant und organisiert werden, besteht für solche Verträge kein Widerrufsrecht. Für einen allfälligen Rücktritt gelten stattdessen die Regelungen in Punkt 5 (Rücktritt durch die Kundin bzw. den Kunden).
8. Mitwirkungspflichten der Kundin bzw. des Kunden
Die Kundin bzw. der Kunde verpflichtet sich, alle für die Vertragsdurchführung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Entscheidungen rechtzeitig bereitzustellen und unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar zu sein. Werden vereinbarte Fristen aus von der Kundin bzw. dem Kunden zu vertretenden Gründen versäumt, können sich Termine verschieben und Mehrkosten entstehen, die von der Kundin bzw. dem Kunden zu tragen sind.
9. Haftung
Die Haftung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Soweit gesetzlich zulässig, wird die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen; gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten bleiben die zwingenden Bestimmungen des KSchG und des ABGB unberührt. Für Leistungen Dritter, die in unserem eigenen Namen beauftragt werden, haften wir der Kundin bzw. dem Kunden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen für deren ordnungsgemäße Erbringung. Für Leistungen, die im Namen und für Rechnung der Kundin bzw. des Kunden beauftragt werden, haften wir nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere für die sorgfältige Auswahl und Koordination der Dienstleister.
10. Höhere Gewalt
Wir haften nicht für Verzögerungen oder Leistungsausfälle aufgrund von Ereignissen, die außerhalb unseres Einflussbereichs liegen (höhere Gewalt), wie Naturkatastrophen, behördliche Anordnungen, Streiks, Epidemien oder sonstige unvorhersehbare Umstände. Kann das Event aufgrund höherer Gewalt nicht stattfinden, vereinbaren die Parteien eine Verschiebung oder Absage; Vergütungen für bereits erbrachte Leistungen und bereits entstandene Kosten bleiben zur Zahlung fällig.
11. Urheberrecht und Bildrechte
Von uns erstellte Konzepte, Moodboards, Designs und sonstige kreative Arbeiten bleiben unser geistiges Eigentum. Die Kundin bzw. der Kunde erhält die im jeweiligen Angebot vereinbarten Nutzungsrechte. Eine fotografische oder filmische Dokumentation des Events und deren Verwendung für unsere Referenz- und Portfoliogestaltung erfolgt nur mit vorheriger Zustimmung der Kundin bzw. des Kunden.
12. Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen; die Anwendung des UN-Kaufrechts (CISG) wird ausgeschlossen. Gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten bleiben die zwingenden verbraucherschützenden Bestimmungen ihres Aufenthaltsstaates unberührt; die Zuständigkeit richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere § 14 KSchG). Für Streitigkeiten mit Unternehmern wird die Zuständigkeit des für unseren Sitz (Wiener Neustadt, Österreich) sachlich und örtlich zuständigen Gerichts vereinbart.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen aufrecht. An die Stelle unwirksamer Bestimmungen treten die gesetzlichen Regelungen.